Wirtschaft Konkret Nr. 412 - Wissen richtig managen

Wissen richtig managen

Das Know-how der Mitarbeiter ist das Kapital für künftigen Erfolg

Grundlagen des Wissensmanagements

Wissen ist letztendlich eine sich dauernd verändernde Zusammensetzung aus Fachkenntnissen, Erfahrungen, Können, Wertvorstellungen und Informationen über das Umfeld wie zum Beispiel den Markt. Das Management dieser Komponenten in einem Betrieb ist unbedingt Chefsache, denn nur so ist es möglich, die Gesamtheit des vorhandenen Wissens optimal zu nutzen und damit neue Produkte oder Produktionsprozesse zu entwickeln.

Der Nutzen eines optimalen Wissensmanagements ist dabei sehr vielfältig. Das beginnt mit einer besseren Kundenbindung, weil das Wissen einzelner Außendienstmitarbeiter allen verfügbar gemacht wird; Kompetenzeinbußen beim Ausscheiden von Mitarbeitern werden minimiert; neue Mitarbeiter können schnell eingearbeitet werden, externes Wissen steht über Extranet, Intranet und Datenbanken zur Verfügung, Partner, Lieferanten und Kunden können je nach Bedarf eingebunden werden und schließlich lassen sich mit einem optimalen Wissensmanagement die Kernkompetenzen des Unternehmens, die über die Wettbewerbsfähigkeit entscheiden, erfolgreich einsetzen. Voraussetzung dafür ist aber eine klare Strategie.

Sehr oft wird der Umgang mit Wissen auf die Installation formal geeigneter Informationssysteme reduziert und als Aufgabe der für die Informatik zuständigen Abteilung angesehen. Das eigentliche Know-how aber, das Fachwissen im weiteren Sinne, bleibt bei den Experten und Spezialisten und damit in höchstem Maße abhängig von Personen und deren Verhalten.

Wie stark die Firmen vom Wissen und von den Fähigkeiten einzelner Mitarbeiter abhängig sind, zeigt eine Untersuchung des Karlsruher Fraunhofer-Instituts für Systemtechnik und Innovationsforschung. Eine Erhebung im Jahre 2003 ergab, dass viele Unternehmen bei der Aufgabe, neue Produkte auf den Markt zu bringen oder die Wertschöpfungsprozesse zu modernisieren, „nur auf einzelne oder wenige Mitarbeiter bauen können, deren Ausfall ihre Innovationskompetenz erheblich beeinträchtigen würde“. [...]

    Allianz Logo