Wissen richtig managen
Das Know-how der Mitarbeiter ist das Kapital für künftigen Erfolg
Wissen als wichtigste Ressource
Die schnelle Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnik hat die Arbeitswelt stark verändert. Sie ist ein wesentliches Kennzeichen für den Übergang der Industriegesellschaft in die so genannte Wissensgesellschaft. Die Investition in Human- und Sozialkapital wird zum entscheidenden Faktor für die künftige Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen, Schlüsselfaktoren im betrieblichen Alltag werden Kenntnis und Kreativität.
Spätestens im März 2000 wurde die Idee von der Wissensgesellschaft auch zum zentralen Begriff für die politische Agenda der Europäischen Union bis 2010. Damals beschlossen die Regierungschefs der Mitgliedsstaaten das Ziel, „die Union zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt zu machen – einem Wirtschaftsraum, der fähig ist, ein dauerhaftes Wirtschaftswachstum mit mehr und besseren Arbeitsplätzen und einem größeren sozialen Zusammenhang zu erzielen“.
Die Realisierung der politischen Absichtserklärung wird zwar immer zweifelhafter, je näher der Termin rückt, aber der Wandel vollzieht sich weitgehend unabhängig von der politischen Flankierung. Wissen als Produktions- und Wirtschaftsfaktor wird immer wichtiger für die Unternehmen. Nur so können sie der immer stärkeren internationalen Konkurrenz standhalten, nur so kann Deutschland seine Spitzenposition im Zuge der Globalisierung halten und ausbauen, nur so können zukunftssichere Arbeitsplätze geschaffen und der Wohlstand der sozialen Marktwirtschaft finanziert werden.
In Deutschland ist Wissen, bildlich gesprochen, nahezu der einzige verfügbare Rohstoff. Und er ist für eine hochentwickelte Volkswirtschaft auch der zukunftsträchtigste Rohstoff, denn in der Wissensgesellschaft werden anstelle von arbeits- und kapitalintensiven zunehmend wissensintensive Produkte und Dienstleistungen verkauft. Mit zunehmender Globalisierung wandern physische Arbeiten und einfache Produktionsanlagen in Schwellen- und Entwicklungsländer ab. Hoch entwickelte Volkswirtschaften und Gesellschaften haben keine andere Chance gegen die „Billigkonkurrenz“, als Produkte und Dienstleistungen mit Wissen anzureichern und damit auch Preise zu erzielen, die den hohen Einkommens- und Sozialstandards entsprechen. [...]

