Wirtschaft Konkret Nr. 301 - Ein sicheres Netz

Ein sicheres Netz

Computerrisiken sind Chefsache

Editorial: Bewährung für das Management

Computer sind das Nervenzentrum der Unternehmen, an ihnen hängt alles. Sie vernetzen die Mitarbeiter untereinander, die Firmen miteinander und immer stärker die gesamte globalisierte Welt. Ohne Computer wären Unternehmen und Wirtschaft längst gelähmt. Und was heute schon eine schlichte Selbstverständlichkeit ist, wird in Zukunft noch dramatisch an Bedeutung gewinnen. Denn die verschiedenen Nutzungen unter dem Stichwort eBusiness stecken noch in den Kinderschuhen, sie werden sich in den nächsten Jahren rasant verbreiten.

Doch mit zunehmender Bedeutung wachsen nicht nur die ökonomischen Chancen, sondern auch die Risiken – bis hin zur Existenzgefährdung bei kleinen und mittleren Firmen. Spektakuläre Angriffe von außen durch Hacker und Viren, medienwirksam in Szene gesetzt, sind die eine Seite. Sie erreichen große Aufmerksamkeit und verursachen immer häufiger immensen Schaden. Doch es gibt noch eine andere Seite, „Angriffe“ von innen: ausfallende Systeme, mangelnde Kontrollen, Mitarbeiter, die Daten klauen oder manipulieren und so Millionen veruntreuen. Rund 80 Prozent aller Delikte im EDV-Bereich, so die Statistik, werden von den eigenen Mitarbeitern begangen.

Das Risikomanagement steckt dagegen noch in den Kinderschuhen. In vielen Firmen wird es als Spezialaufgabe für EDV-Leiter und Sicherheitsexperten angesehen. Dabei ist es längst Chefsache, geht es darum, eine Sicherheitskultur im gesamten Unternehmen zu entwickeln und zu kommunizieren. Das Bewusstsein für die besonderen Risiken moderner Informationstechnologie und die speziellen Anforderungen im Umgang damit muss bei jedem Mitarbeiter präsent sein.

Die vorliegende Broschüre gibt deshalb ganz konkrete Hinweise für den Aufbau und die Perfektionierung eines funktionierenden Sicherheitssystems, besonders in mittelständischen Unternehmen. Sie behandelt die grundlegenden Fragen: Was gehört zu einem effizienten Sicherheitsmanagement? Welche Schritte sind dazu nötig? Wie analysiert man Existenz gefährdende Sicherheitslücken? Welche Fehler machen die Unternehmen meistens? Wo bekommt man die entscheidenden Informationen?

Rainer Hupe
Chefredakteur

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