Wirtschaft Konkret Nr. 302 - Gewappnet für den Ernstfall

Gewappnet für den Ernstfall

Rechtzeitige Vorsorge ist ein guter Schutz gegen Vertrauensschäden

Die Dimensionen der Wirtschaftskriminalität

Täglich kommt es in deutschen Unter nehmen zu Schäden durch Wirtschaftskriminalität. Die Gefahr ist praktisch allgegenwärtig, dies ergab eine von der Euler Hermes Kreditversicherungs-AG in Auftrag gegebene Untersuchung. Sie erfasst alle Unternehmen in Deutschland mit einem Umsatz von mehr als einer Million Euro und ist damit repräsentativ für den Mittelstand. Danach sind für 86 Prozent der Befragten wirtschaftskriminelle Handlungen in Betrieben ein ernsthaftes Problem. Ein Drittel der Unternehmen wurde innerhalb der letzten drei Jahre tatsächlich Opfer von Wirtschaftskriminalität, wovon wiederum drei Viertel durch eigene Mitarbeiter oder zumindest deren Beteiligung geschädigt wurden.

Bemerkenswert sind sowohl die Häufigkeit als auch die Höhe der Schäden, denn jedes von Wirtschaftskriminalität betroffene Unternehmen wurde im Durchschnitt nicht nur sechsmal inner halb von drei Jahren Opfer externer Delikte, sondern hatte auch noch einen Schaden von durchschnittlich 296.000 Euro zu beklagen. Siebenmal im Schnitt wurden die Betriebe sogar im gleichen Zeitraum von eigenen Mitarbeitern geschädigt, mit einem mittleren Schaden von 73.000 Euro.

Insgesamt schätzen die Befragten in der Euler Hermes-Studie den gesamtwirtschaftlichen Schaden auf bis zu 100 Milliarden Euro im Jahr.

Mehr als die Hälfte der Unternehmen geht davon aus, dass die Wirtschaftskriminalität weiter zunehmen wird. Darin drückt sich nicht nur der allgemeine Pessimismus aus, sondern vor allem auch die Ansicht, der wirtschaftliche Existenzkampf werde sich noch verschärfen. [...]

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